
Der Cupra Formentor nimmt einen besonderen Platz im Segment der kompakten SUVs ein. Weder eine erhöhte Limousine noch ein vollwertiger Geländewagen, bietet dieses Modell der spanischen Marke eine sportliche Positionierung, die eine wiederkehrende Frage bei den Käufern aufwirft: Folgt der Komfort wirklich, über das angegebene Fahrvergnügen hinaus?
Gesteuerte DCC-Dämpfung: echtes Verhalten auf langen Autobahnfahrten
Die Presseberichte über den Cupra Formentor konzentrieren sich überwiegend auf das dynamische Fahrverhalten und die Zeiten. Das Verhalten im Cruising-Modus über mehrere Hundert Kilometer Autobahn bleibt jedoch wenig dokumentiert.
Bei den Versionen mit der im Comfort-Modus eingestellten DCC-gesteuerten Dämpfung überrascht die Filterung von Unebenheiten. Dehnungsfugen, Straßenübergänge, abgenutzte Beläge: Die Rückmeldungen im Innenraum bleiben gedämpft, ohne Trockenheit. Dieses Komfortniveau bringt den Formentor eher in die Nähe einer Reisewagen als eines für die Rennstrecke ausgelegten Crossovers.
Diese Feststellung gilt insbesondere für die Versionen mit 333 PS 4Drive (VZ3, VZ Extreme, VZ Black Edition), deren Fahrwerk so abgestimmt wurde, dass es ein hohes Drehmoment aufnehmen kann, während die Stabilität erhalten bleibt. Die Ermüdung am Steuer bleibt nach mehreren Stunden Fahrt bei diesen Varianten begrenzt.
Die Rückmeldungen aus der Praxis variieren bei den Einstiegsmodellen. Mit dem 1.5 TSI 150 PS behalten die Federungen eine ausgeprägtere Härte, und das DSG-Getriebe kann bei niedrigen Geschwindigkeiten zu leichten Rucklern führen. Das Gefühl von Sanftheit im Stadtverkehr wird dadurch beeinträchtigt. Die Cupra-Bewertungen auf Pulsion Laval erläutern diese Unterschiede im Empfinden je nach Motorisierung.

Cupra Formentor e-Hybrid in der Stadt: elektrische Reichweite und Geräuschlosigkeit
Die e-Hybrid-Versionen der neuesten Generation verfügen über eine Batterie mit etwa 19 bis 20 kWh nutzbarer Kapazität. Bei rein städtischer Nutzung kann der Formentor PHEV eine tägliche Strecke vollständig im 100 % elektrischen Modus zurücklegen, während der Verbrennungsmotor abgeschaltet ist. Die Gasannahme ist linear, Vibrationen sind nicht vorhanden.
Der Charakter des Fahrzeugs ändert sich dann radikal. Der sportliche SUV verwandelt sich in ein geräuschloses und sanftes Fahrzeug, das bei häufigen Stopps und Parkmanövern gut zurechtkommt.
Ein Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit: die Dosierung der Bremsen erfordert eine Eingewöhnungszeit bei den Plug-in-Hybrid-Versionen. Der Übergang zwischen regenerativem Bremsen und mechanischem Bremsen führt zu einer Unterbrechung des Gefühls am Pedal, die besonders bei sanften Bremsungen in der Stadt spürbar ist.
Echter Verbrauch auf der Autobahn, wenn die Batterie leer ist
Nachdem die elektrische Reserve erschöpft ist, hängt der Verbrauch stark von der gewählten Version und dem Fahrstil ab. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Motorisierungen der Reihe (vom 1.5 TSI bis zu den leistungsstärksten Aggregaten) sind signifikant, und die Rückmeldungen aus der Praxis variieren stark je nach Fahrertyp.
Platzangebot und Ergonomie: die Kompromisse eines sportlichen Formats
Der Platz im Fond bleibt großzügig. Erwachsene Passagiere reisen ohne Unbehagen auf mittellangen Strecken. Vorne bieten die Sportsitze einen ausgeprägten Seitenhalt, der in Kurven angenehm ist, aber manchmal für breitere Körper auf langen Strecken einschränkend sein kann.
- Die Abschaffung physischer Bedienelemente zugunsten der Voll-Touch-Bedienung erschwert schnelle Anpassungen während der Fahrt, trotz eines flüssigen und reaktionsschnellen zentralen Bildschirms
- Das Kofferraumvolumen bleibt im Vergleich zu direkten Konkurrenten im C-SUV-Segment zurück, was eine direkte Folge der abfallenden Dachlinie ist
- Die Innenausstattung kombiniert weiche Materialien und sorgfältige Verarbeitung, aber harte Kunststoffe tauchen in den unteren Teilen der Türen wieder auf

DSG-Getriebe und TSI-Motor: Fahrvergnügen je nach Motorisierung
Der 1.5 TSI 150 PS-Motor, kombiniert mit dem 7-Gang DSG-Getriebe, sorgt für die täglichen Fahrten. Allerdings beeinträchtigt der Mangel an Reaktivität bei niedrigen Drehzahlen die Beschleunigung in der Stadt. Das Getriebe zögert manchmal zwischen zwei Gängen bei progressiven Beschleunigungen, ein Verhalten, das einige Nutzer regelmäßig bei dieser Motor-Getriebe-Kombination berichten.
Die 2.0 TSI-Versionen (von 204 bis 333 PS) verändern die Situation. Das Drehmoment, das früher im Drehzahlbereich verfügbar ist, erleichtert die Beschleunigungen. Die Übertragung zeigt sich homogener in ihren Gangwechseln. Der Gewinn lässt sich nicht nur in roher Leistung messen: Es ist die Gesamtübereinstimmung zwischen Motor, Getriebe und Fahrwerk, die einen Schritt nach vorne macht.
Fahrmodus und Personalisierung
Der Modus-Wahlschalter (Comfort, Sport, Cupra, Individual) beeinflusst die Motorsteuerung, die Konsistenz der Lenkung, die Gasannahme und, bei den ausgestatteten Versionen, die Härte des DCC.
Der Individual-Modus erlaubt ungewöhnliche Kombinationen: leichte Lenkung mit harter Dämpfung oder umgekehrt. Diese Modularität macht den Formentor anpassungsfähig an sehr unterschiedliche Nutzungen von Fahrt zu Fahrt.
Das Verhältnis zwischen Serienausstattung, Fahrverhalten und identifizierten Grenzen (Kofferraum, Dosierung des PHEV-Bremssystems, Fahrvergnügen des DSG bei der Einstiegsmotorisierung) muss von Fall zu Fall gewichtet werden, abhängig von der jährlichen Kilometerleistung und dem vorherrschenden Fahrprofil.